Definition

Mediation ist ein aussergerichtliches Streitbeilegungsverfahren, in dem ein oder mehrere unabhängige und unparteiliche Dritte (Mediatoren/ Mediatorinnen) die Konfliktparteien darin unterstützen, ihren Konflikt auf dem Verhandlungsweg eigenverantwortlich und einvernehmlich zu lösen. (Definition Richtlinien SAV für die Mediation)
 

Wann ist Mediation geeignet

Grundsätzlich ist jeder Konflikt geeignet, mittels Mediation gelöst zu werden. Voraussetzung ist der Wille beider bzw. aller Parteien, den Konflikt eigenverantwortlich und einvernehmlich zu lösen.

 

Die Rolle des Mediators

Der Mediator/die Mediatorin führt die Konfliktparteien mit einer strukturierten Gesprächs- und Fragenführung von einer Analyse des Problems zu einem besseren beidseitigen Verstehen, hin zum Erarbeiten von möglichen Lösungsoptionen und zum Entscheid einer für beide Seiten akzeptablen Lösung. Er bezieht die Best- und Worst-Case-Szenarien mit in die Lösungsfindung ein. Wenn nötig und sinnvoll, kann der Mediator auch Einzelgespräche durchführen. Der Mediator ist Verhandlungshelfer ohne Entscheidungsmacht. Er wahrt während des ganzen Verfahrens seine Unabhängigkeit und Unparteilichkeit und sorgt im Einvernehmen mit den Parteien für die Vertraulichkeit des Verfahrens.
Mediatoren, welche Mitglied eines Verbandes sind, unterstehen betreffend Verhalten den Richtlinien des jeweiligen Verbandes. Anwälte unterstehen den gesetzlichen Schweigepflichten.

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